Sonntag, 11. November 2012

Was ist Humor? | Allgemeinwissen? #3

Jeder von euch kennt das bestimmt: Ein Witz muss eine überraschende Wendung haben, dann ist er lustig. Aber warum ist das eigentlich so?

Anfänge des Humors


Der Vorgänger des Humors war Erleichterung. Ja, Erleichterung*.
Einfaches körperliches Beispiel: Jemand kitzelt dich von hinten. Im ersten Moment spannst du dich an und willst dich verteidigen, weil du mit Gefahr rechnest. Doch wenn dein Körper erkennt, dass keine Gefahr droht, bist du erleichtert. Für deine Verteidigung hat sich allerdings bereits Energie angestaut. Und die muss entladen werden. Also lachst du. (Die Entladung angestauter Energie, wenn die ursprünglich geplante Reaktion nicht mehr ausführbar ist, oder du nicht weißt, was du tun sollst, nennt man auch Gelegenheitsgeste.)
Das hat dann gleich noch den netten Nebeneffekt, dass froh-machende Hormone ausgeschüttet werden und du empfindest die "Erleichterung" als etwas Gutes.

*= Ich wollte den Wikipedia-Eintrag von Erleichterung verlinken, aber es kam nur das Synonym Lachen heraus. :)

Herausbildung des Humors


Kaum einer lacht wohl, wenn der Freund in eine tiefe Schlucht fällt. "Das ist gefährlich", sagt dein Gehirn.
Aber wenn dein Freund auf der Wiese hinfällt, lachst du wahrscheinlich eher. Der erste Moment ist ein Schockmoment, "Hinfallen ist gefährlich". Aber dann merkt dein Gehirn, dass dein Freund sich auf der Wiese ja gar nichts tun kann. Du bist erleichtert. Und deine Energie entlädt sich in Lachen.
Dein Gehirn verbindet dank dieser Situationen Lachen mit etwas Gutem. Dein Gehirn will, dass du lachst. Und deswegen bringt es dich auch gern in diese Situation. Das ist schlicht Humor.

Je extremer die Erleichterung (auch wenn wir sie nicht als Erleichterung spüren), desto stärker muss man lachen.
Aber es gibt natürlich auch Witze, über die man nicht lacht. Die ein oder andere Blondine fühlt sich vielleicht von Blondinenwitzen angegriffen. Und deswegen lacht sie auch nicht.


Darwin-Karikatur -^


Zum Abschluss


Ja, das war jetzt ziemlich schnell erklärt.
Natürlich könnte man noch mehr zu den Unterkategorien sagen. Aber ihr sollt ja auch was machen, wenn ihr was wissen wollt. ;)

Bild zum Schluss, das mit dem Text in gar keinem Zusammenhang steht:

Samstag, 10. November 2012

Die Sache mit den Noten

Jaja, wer von euch kennt das nicht. Gibt Quartalsnoten oder es ist Zeugnisvergabe und ihr bekommt eine andere Note, als erwartet. Sicherlich haben auch schon viele von euch die Erfahrung gemacht, dass ein Lehrer nicht fair bewertet. Sie sind nicht so objektiv, wie sie immer behaupten.


Wie bekomme ich gute Noten?


Also es gibt da, wenn man mal genauer darüber nachdenkt, folgende Faktoren:
- Einschleimfaktor
- Sympathiefaktor
- Qualität der allgemeinen Mitarbeit
- Quantität der Meldungen
- Arbeiten/Klausuren/Tests
- Arbeitsverhalten
- Sonstiges (abgebende Hefte, Referate und so)
- Bewertungsverfahren des Lehrers
- Glück

Einschleimfaktor


Der Einschleimfaktor gilt bei jedem Lehrer. Bei einigen kann man es direkt machen. Z.B. sagen, dass man den Unterricht toll fand oder Kekse mitbringt. Bei den meisten geht es aber nur indirekt, indem man anbietet, ein Referat zu halten oder "zusätzliche Informationen" zum Unterricht von zu Hause mitbringt. Alles, was auffallend und positiv ist, beeinflusst den Einschleimfaktor.
Tipp: Passt bei diesem Faktor auf! Ihr macht euch leicht bei anderen unbeliebt!

Sympathiefaktor


Hängt teilweise mit dem 1.Faktor zusammen. Ob euch der Lehrer sympathisch findet, könnt ihr aber schlechter beeinflussen. Sympathie-Killer sind häufig ungemachte Hausaufgaben, keine Konzentration oder ständiges zu-spät-Kommen. Einfach mal ein nettes "Pläuschchen" mit dem Lehrer halten. Dann hebt sich das.
- Unterpunkt: Wie du dich gibst. Es lässt sich schwierig beeinflussen. Wenn du versuchst, eine gute Note rauszuhauen, darfst du dich eben auch nicht ständig melden. Das wirkt streberhaft, aufdringlich, nervig und neunmalklug.


Qualität der allgemeinen Mitarbeit


Selbsterklärend. Ihr solltet euch besonders häufig melden, wenn es darum geht, Schlüsse zu ziehen oder ähnlich entscheidende Sachen.

 Quantität der Meldungen


Ein Punkt, bei dem ich besonders häufig schwächele. Ich kann euch nichts zu sagen,weil ich selbst keine Lösung gefunden habe. Einfach mal melden....

Arbeiten/Klausuren/Test


Ganz ehrlich: Das ist das Wichtigste! Damit könnt ihr so viel raushauen! Also gut lernen! Wer einen schlechten Test hat, braucht die ganze Zeit 1A-Mitarbeit, um das irgendwie rauszuhauen.
Tipps: Ich bin so ein typischer 1-Tag-davor-Lerner. Macht es nicht so wie ich. Setzt euch am besten eine Woche oder am WE vor dem Test ans Lernen. Bei Abi-Klausuren braucht man natürlich noch länger.


Arbeitsverhalten


Einfach mal die Fresse halten.*
* = Tut mir Leid, für den Ausdruck.
Sagt euren Freunden, dass ihr nach dem Unterricht oder in einer "lauteren" Unterrichts-Phase redet. Das sollten sie verstehen. Und fangt am besten immer sofort mit den Aufgaben an. Und fragt,wenn ihr was nicht versteht. Schlaue Fragen machen immer einen guten Eindruck. :D

Sonstiges


Wenn ihr ein Referat haltet, gebt euch mühe. Das kann die Note extrem anheben. Besonders, wenn ihr es freiwillig macht.

Bewertungsverfahren des Lehrers

 


Ganz ehrlich: es ist selten fair. Bei manchen Lehrern könnt ihr euch auch noch so anstrengen.
Beispiel: Meine Schule hat die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Normalerweise werden dazu Schüler befragt. Gerüchten zufolge wurden dieses Jahr aber Lehrer gefragt. Klasse, ne?
Ich persönlich habe zwar keine Erfahrungen, was Rassismus angeht. Aber wenn man sieht, wie manche Lehrer Türken, Russen, Inder etc. fertigmachen, fragt man sich schon, in welchem Jahrhundert wir denn leben.

 

Glück


Am Vortag immer brav das Mittagessen aufessen! :D


Zusammenfassung


1. Es ist schwierig, gute Noten zu bekommen.
2. Bei manchen Lehrern ist es leicht (1. + 2.Faktor).
3. Mit einpaar Tricks hat man gute Chancen.
4. Nicht verzweifeln.

Zum Abschluss


Ich hab, das Gefühl, ich hab euch nicht so sehr geholfen. Aber es hat mir gut getan, mal darüber zu reden. :)

Bild zum Schluss, das mit dem Text in gar keinem Zusammenhang steht:

Dienstag, 6. November 2012

Allgemeinwissen? #2

 Was ist bloß mit deinem Kopf los?


Okay, was bist du, wer bist du...die Fragen hat bestimmt jeder von euch schon mal gehört. Und naja, das muss und kann nur jeder von euch selbst beantworten. Und darüber will ich jetzt auch gar nicht reden.

Wie aber kommt man zu dem legendären "Ich"?

 


Wie wirst du, was du bist?
Ganz einfach, ganz schwierig. Es gibt im Leben drei Dinge, die dich formen:
- Sozialisation (darunter fallen Schlagwörter wie Familie, Freunde, Erziehung, Umfeld, soziale, ökonomische und ökologische Situation, Kindheit, Beziehung, Erfahrung etc.)
- Gene
- Hormone, die du im Bauch deiner Mutter bekommst

Was? Hormone?

 


Jup. Während eine Mutter schwanger ist, werden an ihr Kind Hormone weitergegeben. Diese Hormone beeinflussen das Kind bzw. beeinflussen die DNA. Und das mehr, als wir glauben. Alles, was der Mutter passiert, was sie tut, was sie ist, wo sie ist - es wird irgendwie weitergegeben.
Die Gene (eigentlich ist das Kind ja eine 1:1 Mischung aus Mutter und Vater) legen die Grundlage für das Kind, also auch für seine Persönlichkeit. Die Hormone, die kommen (oder nicht kommen) "aktivieren" bestimmte Areale in der DNA, sie werden wichtiger, andere unwichtiger. Beispiel: Mutter hat einen Putzfimmel. Durch das, was sie tut und erlebt, wird im Kind "entschieden", was jetzt mit dieser Veranlagung passiert. Wird das Kind auch einen Putzfimmel haben? Mag es schlicht nur Ordnung? Oder hat es die totale Panik vor Bakterien? Und noch viel mehr: Hat es ein starkes Immunsystem? Oder reagiert es überempfindlich auf alle Erreger? und so weiter.
Warum? Naja, ganz einfach: Diese Steuerung soll das bestmögliche Überleben des Kindes sichern. Die Natur geht davon aus, dass durch diesen "Mechanismus" automatisch ein perfektes Kind gebildet wird. Und damit meine ich jetzt, dass es die für die individuelle Umwelt (bzw. für die Umwelt der Mutter) die perfekten Eigenschaften hat (das funktioniert natürlich nicht einwandfrei, deswegen gibt es auch so was wie natürliche Auslese). Unsere Welt ist aber so komplex, es passiert so viel (und hier wieder zu den Schlagwörtern der Sozialisation), irgendwie ist es deswegen doch ein Zufall, was dann tatsächlich aus dem Kind wird.

Das war zu kompliziert.


Nein, lies es einfach nochmal.

Und wenn das Kind geboren wurde?


Dann geht's weiter. Diesmal wirkt das "Sozialisationsumfeld" eben direkt auf das Kind. Jetzt wird aber nicht mehr die DNA so verändert. Nein, jetzt kommt das Gehirn.
Das Gehirn besteht aus Nervengewebe. Ich denke, man es sich so vorstellen, dass die vielen Nervenzellen, wie kleine Klumpen sind. Verbunden sind sie durch so genannte Synapsen. Und wie sie verbunden sind, was womit vernetzt ist, wo sie verlaufen, alles und alles, das ist im Grunde das Ich. Man greift auf Erfahrungen zurück und bildet seine Persönlichkeit weiter aus, man lernt, man tut, all das bildet Synapsen bzw. Verbindungen zwischen den Nervenzellen (die immer "für etwas stehen" z.B. gibt es spezielle Zellen für Gefühle) aus. Und dieses Nervennetz, ich kann es schlecht erklären...Beispiel: Dir sagt jemand "Hallo". Erste Reaktion: Natürlich hörst du es und du siehst die Person. Danach: Wird im Gehirn geforscht! Aha, Eintrag gefunden! Das ist dein Kumpel und er sagt "Hallo", das ist eine ganz normale Situation. Die hast du schon so oft erlebt und deswegen ist auch eine schnelle Verbindung zum nächsten Punkt möglich. Nächster Punkt: Was ist deine Reaktion? Dein Gehirn sagt dir: "Sag' Hallo, aber auf eine lustige Weise, weil es dein Freund ist". Das Gehirn forscht nach lustigen Weisen. Wenn dann endlich das Passende gefunden ist: Dein Gehirn befiehlt deinem Körper "Was geeht?" zu sagen und das Gesicht zu einem Lächeln zu verziehen. Dein ganzer Körper lehnt sich in Richtung deines Freundes. Letzter Schritt: auf Reaktion warten. Und dann fängt's wieder von vorne an. :)

Und wie beeinflusst mich das jetzt?


Dieser ganze Prozess wird aufgezeichnet. Das hat in dem Beispiel zur Folge, dass die Reaktion beim nächsten Mal noch schneller gehen wird, dass du lernst, dass "Was geeht?" eine gute Begrüßung für diesen Freund ist und mehr. Gleichzeitig werden aber wieder die schönen Hormone ausgeschüttet. Du bist ein wenig glücklicher als vorher. Was natürlich auch dein weiteres Handeln (an dem Tag; zu dem Freund) wieder beeinflusst. Wenn es eine neue Begrüßung war, warst du vielleicht etwas (nicht merklich) gestresst, weil du nicht wusstest, wie er reagieren wird. Und etc. etc.
Jedes Erlebnis löst eine solche oder ähnliche Kettenreaktionen (ja, diese Definition habe ich hier bewusst gewählt) aus. Und durch alle Erlebnisse deines Klebens Lebens wird das Nervennetz oder wirst du, wird deine Persönlichkeit geformt.

Was ist also "das Ich"?


Es sind alle Nerven in deinem Gehirn (und anderen Nerven im Rückenmark und im BAUCH. Ja, das "Bauchgefühl" gibt es tatsächlich.). Anders lässt es sich auch so zusammenfassen: Das Ich besteht aus Bewusstsein und Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein besteht aus Gefühlen, Erinnerungen, Fähigkeiten, Charakter, Temperament und was dir sonst noch so einfällt...


Zusammenfassung gefällig?


Was deine Eltern an dich weiter geben, ist die Grundlange für alles. Was deine Mutter erlebt, "formt dich für das Leben vor". Was du selbst erlebst, formt dich. Und zwar bis du stirbst.
Ganz philosophisch gesagt, bist Du (ist dein Ich/deine Psyche) nichts anderes, als deine Umwelt.

 Zum Abschluss


Natürlich habe ich alles seeeehhhr verkürzt. Und sehr viel weggelassen. Aber ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick bieten. Und dass das Lesen dieses Textes euch ein bisschen beeinflusst hat. :D

Bild zum Schluss, das mit dem Text in gar keinem Zusammenhang steht: