Was ist bloß mit deinem Kopf los?
Okay, was bist du, wer bist du...die Fragen hat bestimmt jeder von euch schon mal gehört. Und naja, das muss und kann nur jeder von euch selbst beantworten. Und darüber will ich jetzt auch gar nicht reden.
Wie aber kommt man zu dem legendären "Ich"?
Wie wirst du, was du bist?
Ganz einfach, ganz schwierig. Es gibt im Leben drei Dinge, die dich formen:
- Sozialisation (darunter fallen Schlagwörter wie Familie, Freunde, Erziehung, Umfeld, soziale, ökonomische und ökologische Situation, Kindheit, Beziehung, Erfahrung etc.)
- Gene
- Hormone, die du im Bauch deiner Mutter bekommst
Was? Hormone?
Jup. Während eine Mutter schwanger ist, werden an ihr Kind Hormone weitergegeben. Diese Hormone beeinflussen das Kind bzw. beeinflussen die DNA. Und das mehr, als wir glauben. Alles, was der Mutter passiert, was sie tut, was sie ist, wo sie ist - es wird irgendwie weitergegeben.
Warum? Naja, ganz einfach: Diese Steuerung soll das bestmögliche Überleben des Kindes sichern. Die Natur geht davon aus, dass durch diesen "Mechanismus" automatisch ein perfektes Kind gebildet wird. Und damit meine ich jetzt, dass es die für die individuelle Umwelt (bzw. für die Umwelt der Mutter) die perfekten Eigenschaften hat (das funktioniert natürlich nicht einwandfrei, deswegen gibt es auch so was wie natürliche Auslese). Unsere Welt ist aber so komplex, es passiert so viel (und hier wieder zu den Schlagwörtern der Sozialisation), irgendwie ist es deswegen doch ein Zufall, was dann tatsächlich aus dem Kind wird.
Das war zu kompliziert.
Nein, lies es einfach nochmal.
Und wenn das Kind geboren wurde?
Dann geht's weiter. Diesmal wirkt das "Sozialisationsumfeld" eben direkt auf das Kind. Jetzt wird aber nicht mehr die DNA so verändert. Nein, jetzt kommt das Gehirn.
Und wie beeinflusst mich das jetzt?
Dieser ganze Prozess wird aufgezeichnet. Das hat in dem Beispiel zur Folge, dass die Reaktion beim nächsten Mal noch schneller gehen wird, dass du lernst, dass "Was geeht?" eine gute Begrüßung für diesen Freund ist und mehr. Gleichzeitig werden aber wieder die schönen Hormone ausgeschüttet. Du bist ein wenig glücklicher als vorher. Was natürlich auch dein weiteres Handeln (an dem Tag; zu dem Freund) wieder beeinflusst. Wenn es eine neue Begrüßung war, warst du vielleicht etwas (nicht merklich) gestresst, weil du nicht wusstest, wie er reagieren wird. Und etc. etc.
Jedes Erlebnis löst eine solche oder ähnliche Kettenreaktionen (ja, diese Definition habe ich hier bewusst gewählt) aus. Und durch alle Erlebnisse deines
Was ist also "das Ich"?
Es sind alle Nerven in deinem Gehirn (und anderen Nerven im Rückenmark und im BAUCH. Ja, das "Bauchgefühl" gibt es tatsächlich.). Anders lässt es sich auch so zusammenfassen: Das Ich besteht aus Bewusstsein und Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein besteht aus Gefühlen, Erinnerungen, Fähigkeiten, Charakter, Temperament und was dir sonst noch so einfällt...Zusammenfassung gefällig?
Was deine Eltern an dich weiter geben, ist die Grundlange für alles. Was deine Mutter erlebt, "formt dich für das Leben vor". Was du selbst erlebst, formt dich. Und zwar bis du stirbst.
Ganz philosophisch gesagt, bist Du (ist dein Ich/deine Psyche) nichts anderes, als deine Umwelt.
Zum Abschluss
Natürlich habe ich alles seeeehhhr verkürzt. Und sehr viel weggelassen. Aber ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick bieten. Und dass das Lesen dieses Textes euch ein bisschen beeinflusst hat. :D
Bild zum Schluss, das mit dem Text in gar keinem Zusammenhang steht:
Ich gebe dir mal einen guten Rat als eine etwas "ältere" Bloggerin: niemand wird deinen Blog lesen, wenn du Werbung spammst. Das nervt und schreckt ab. Überzeuge lieber durch gute Beiträge, dann werben andere passiv für dich, indem sie deine Beiträge teilen - weil sie mögen, was du tust.
AntwortenLöschenIch mache das auch normalerweise nicht, war nur da...
AntwortenLöschenDanke für die Tipps!